Eine Zeit, die mein Leben verändert hat
|
|
Im Mai 2006 startete ich mein Programm als Development Instructor (Auslandsfreiwillige) mit der Vorbereitung in Dänemark an einer Schule für Kinder und Jugendliche mit sozioemotionalen Störungen und/oder geistig bzw. psychischen Behinderungen.
Meine Arbeit in diesem Programm galt zum einen als Vorbereitung für Afrika und bot weiterhin die Möglichkeit, die nötigen finanziellen Mittel zu erarbeiten.
Auch auf der praktischen Seite gab es für mich viele Dinge, die ich für meinen späteren Aufenthalt in Mosambik gut gebrauchen konnte: ich unterstützte die Pädagogen in den Internaten durch soziale Arbeit, gab Vorträge an unseren Studien- und Teamtagen, lernte handwerklich viel dazu, entwickelte Strategien, um für mein Projekt Spenden zu sammeln, hatte die Möglichkeit, an der Organisation von verschiedenen grossen Veranstaltungen, wie dem Sommer-Theater oder der "Olympiade" mitzuwirken und habe immer wieder viele verschiedene interessante Menschen aus allen Teilen dieser Erde getroffen, was schon vor der Reise nach Afrika für den Austausch zwischen den Kulturen gesorgt hat. Es gab immer viel zu tun und nicht zu vergessen sind die vielen Reisevorbereitungen in den letzten Wochen vor der Reise.
Dann endlich war es so weit und mein lang gehegter Traum, in Afrika arbeiten und leben zu können, wurde wahr.
Das Hope Projekt hatte zudem ein Waisen- programm, welches jeden Samstag stattfand. Dies war für mich das absolute Highlight der Woche – 20 Kinder im Alter zwischen 5 und 12 kamen ins Center, um zu lernen, spielen, essen, kuscheln, lachen... diese Tage waren wundervoll, auch wenn es häufig schwer war, mit der anderen Realität der Kinder klarzukommen. Denn sie hatten bereits einen harten Alltag und nicht zu vergessen war immer die Tatsache, warum sie eigentlich einen Platz in unserem Programm hatten – sie waren Waisen! Einige von ihnen bestritten ihr Leben tatsächlich allein.
Also stand ich auf, gründete einen sogenannten Life-Skill-Club für Frauen, in dem sie u.a. Englisch lernen konnten, ging wie bereits erwähnt zu verschiedenen Firmen, um Vorlesungen über Gesundheitsthemen zu geben und versuchte immer wieder freiwillige Helfer aus der Umgebung in meine Arbeit einzubeziehen, was hervorragend funktionierte. Jene Freiwillige haben die meisten Projekte nach meiner Ausreise übernommen und arbeiten immer noch erfolgreich weiter.br>
(Foto: Februar 2007, Life Skill Club)
Die vielen Menschen, welche ich kennen lernen durfte, mit welchen ich viel Zeit verbracht und Freundschaften geschlossen habe, nach den sechs Monaten zurückzulassen, war schwer für mich und ich vermisse die Freunde genauso wie die Wärme der Kultur und des Landes. |